Networkmarketing - Geschäftsidee ? Nebenjob ?

erst informieren, dann entscheiden

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Wir hatten die freundliche Einladung zu einem Interview von der großen, und soviel uns bekannt ist, einzigen, seit Jahren bundesweit bekannten und bedeutenden Internet-Plattform für "Nebenjobs". Diese Einladung haben wir gerne angenommen. Hier unten steht der Wortlaut des Interviews:

Interview...
Dr. Rainer Spangenberg

Dr. Rainer Spangenberg,

dipl. rer. pol. und Leistungspsychologe, ist seit 30 Jahren Berater und Begleiter von Existenzgründungen quer durch alle Branchen.

Seit mittlerweile 12 Jahren hat sich Dr. Spangenberg auf die Zukunftsbranche Networkmarketing spezialisiert und berät, betreut und begleitet Existenzgründer aus allen Berufszweigen, die sich für ein zweites berufliches Standbein (Nebenjob) oder auch für eine ganz neue berufliche Perspektive interessieren.

NEBENJOB-ZENTRALE:
Herr Dr. Spangenberg, ist Networkmarketing für Existenzgründer geeignet?

Dr. Rainer Spangenberg
Wenn man die Frage nach der Eignung stellt, muss man zwei Aspekte berücksichtigen. Einmal stellt sich selbstverständlich die Frage "Ist Networkmarketing geeignet für Existenzgründer?"
Die Antwort lautet: "Ja, unbedingt!" Da es jedoch verschiedene Networkvarianten gibt, muss man sorgfältig prüfen, welches Network für welchen Interessententypus geeignet ist. Nicht
jedes Network ist für jeden geeignet. Es kommt immer auf die Einzelperson an. Je nach Neigung kommen Verkaufstalente auf Ihre Kosten, oder diejenigen, die gar nichts vom Verkaufen halten, fühlen sich in bedarfsorientierten Netzwerkvarianten wohl.

Viel wichtiger jedoch ist die Frage: "Ist auch jeder Existenzgründer für Networkmarketing geeignet?" Nicht jeder Interessent ist für jede Selbständigkeit geeignet.
Man muss beide Aspekte sorgfältig beleuchten und die Frage nach der Eignung individuell beantworten.


NEBENJOB-ZENTRALE:
Man hört so häufig, für Networkmarketing sei jedermann geeignet. Bedeutet Ihre Aussage, dass Sie Ihren Mandanten, die Sie für eine bestimmte Aufgabenstellung für nicht geeignet halten, sogar davon abraten würden, sich zum Zwecke der Existenzgründung in ein Network einzuschreiben?

Dr. Rainer Spangenberg
Selbstverständlich. Wenn ich nach gründlicher Beurteilung zu der Meinung gelange, dass die Selbständigkeit in der Networkbranche aus persönlichen Gründen kein guter Weg für den Interessenten zu sein scheint, dann gehört es zu meiner Verantwortung, hierüber auch deutlich zu sprechen.


NEBENJOB-ZENTRALE:
Was genau ist denn nun Networkmarketing?

Dr. Rainer Spangenberg
"Networkmarketing" ist nach meinem Empfinden ein etwas nebulöser Begriff, der vielleicht für Amerikaner verständlich ist, hierher übernommen wurde, jedoch keineswegs einen konkreten Inhalt vermittelt. Übrigens, genau so wenig verständlich sind die Begriffe MLM – d.h. Multi Level Marketing, Virtuelles Franchise und Empfehlungsmarketing. Die für den deutschen Sprachgebrauch am besten geeignete und aussagefähigere Bezeichnung ist "vernetzter Hersteller-Direktvertrieb".

Alle diese Bezeichnungen stehen für eine variantenreiche Vertriebsform, die sich auch in Deutschland in den letzten 30 Jahren neben dem traditionellen Einzelhandel zu einer wesentlichen alternativen Vertriebsform entwickelt hat.

Hinter Networkmarketing oder Hersteller-Direktvertrieb steht ein ganz einfaches Marketingprinzip: Anstelle den mehrstufigen Weg über den Handel zu nutzen, vertreibt der Hersteller eines marktgängiges Produktes sein Produkt direkt an den Endverbraucher. Das ist Hersteller-Direktvertrieb. So einfach ist
das erklärt. Das berühmte Tupperbeispiel gehört nicht dazu, weil die Tupperberaterin eine Zwischenstufe zwischen Hersteller und Endverbraucher darstellt, obwohl Tupper immer als ein typisches Beispiel für Direktvertrieb genannt wird.

In Anlehnung an das Prinzip des Franchise sorgt der Hersteller für die Bereitstellung des Produktes am sog. "point of sale", d.h. er liefert das Produkt meist frei Haus. Der Hersteller ist also für Qualität, Garantien, Logistik und Preispolitik verantwortlich. Darüber hinaus stellt der Hersteller ein Vermarktungskonzept bereit. Anders jedoch als im Franchise gestattet der Hersteller die Vervielfältigung seines Konzeptes durch seine Partner und ermöglicht seinen Geschäftspartnern den Aufbau eines
Kundennetzes. Dabei hält der Hersteller seine Partner von allen üblichen finanziellen Risiken einer Existenzgründung frei.

 

 

NEBENJOB-ZENTRALE:
Wer sind denn die Partner des Herstellers?

Dr. Rainer Spangenberg
In einem funktionierenden Network werden solche Verbrauchsprodukte vermarktet, für die es einen zwingenden Bedarf gibt und die möglichst sogar zu dem täglichen Bedarf von jedermann zählen. Die Kunden des Herstellers, die von den Produkten überzeugt sind und sie selber nutzen, sind zugleich die Vertriebs- und Geschäftspartner des Herstellers.

 

Diejenigen Geschäftspartner des Herstellers, die sich eingeschrieben haben, um die Möglichkeiten des Networkkonzeptes für die Begründung einer eigenen Existenz zu nutzen, agieren jetzt auf dem Markt wie ein "Personalchef", der geeignete Mitarbeiter einstellt, die mit ihm gemeinsam die Organisation und den Aufbau eines Verbrauchernetzes unternehmen.
Gemeinsam im Team expandieren sie dieses Konsumentennetz und werden von dem Hersteller für diese Tätigkeit entsprechend der individuellen Leistung gemäß einem Marketingplan honoriert. Ein wesentliches Merkmal des Direktvertriebes ist die Teamarbeit und der direkte, persönliche zwischenmenschliche Kontakt, der mit einem intensiven Informationsaustausch und mit intensiver Beratung verbunden ist. In einem seriösen Network handelt es sich dabei um eine selbständige Tätigkeit - keine Scheinselbständigkeit -, deren Erfolg ausschließlich von der Leistung des Unternehmers abhängt.


NEBENJOB-ZENTRALE:
Ist nicht der Verwandten- und Freundeskreis in der Regel der Kreis der für die "Rekrutierung" von Networkpartnern herhalten muss?

Dr. Rainer Spangenberg
Keineswegs. Stellen Sie sich bitte den Personalchef eines großen Unternehmens vor, der qualifizierte Führungskräfte sucht. Wird der seine Verwandten fragen, ob sie für ihn arbeiten würden? Der Personalchef hat seine Anforderungskriterien an die Eignung eines neuen guten Mitarbeiters. So sollte es im Network auch sein. Wenn anderes vermittelt oder praktiziert wird, trägt das nicht unbedingt zu einem guten Ergebnis oder zum guten Ruf der Networkbranche bei.

Nicht zu verwechseln mit der Einstellung neuer Networkpartner ist allerdings der Kontakt zu Freunden und Verwandten, wenn es um die Vermittlung der eigenen Begeisterung von einer tollen Produktpalette geht. Es ist erfahrungsgemäß nur die Ausnahme, dass sich Menschen aus dem Verwandten- und Freundeskreis zu Spitzennetworkern entwickeln.


NEBENJOB-ZENTRALE:
Bitte noch ein Wort, Herr Dr. Spangenberg, zu den immer wieder im Zusammenhang mit Networkmarketing genannten Schneeball- und Pyramidensystemen.

Dr. Rainer Spangenberg
Menschen, die sich an der Oberfläche bewegen, werfen alle die genannten Begriffe als ein und dasselbe in einen Topf. Mit Schneeball- und Pyramidensystemen, mit Strukturvertrieben, wie wir sie aus der Versicherungswirtschaft kennen, oder mit "Der da oben verdient und der da unten hat keine Chance", mit allen solchen Konzepten hat ein seriöses Networksystem absolut gar nichts zu tun. In meinen Seminaren und Beratungsgesprächen werden diesbezügliche Bedenken ganz begründet ausgeräumt.


NEBENJOB-ZENTRALE:
Abschließend eine Frage zu Ihrer Tätigkeit als Existenzgründungsberater. Welche Kenntnisse vermitteln Sie?

Dr. Rainer Spangenberg
Aufgrund der Flexibilität und der Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung im Networkgeschäft eignet sich diese Geschäftsidee sehr gut für einen nebenberuflichen Start als Übergang in eine hauptberufliche Selbständigkeit. Ich nenne das den schleichenden Branchenwechsel, der sich gleich gut für Angestellte, für Mütter nach und sogar schon während der Babypause, für Jung und Alt und für bereits selbständige
Unternehmer als zweites finanzielles Standbein eignet. Wenn dies das Ziel ist, und vor allem, wenn Erfolg im Geschäft das Ziel ist, dann sollte der Geschäftsbeginn von vorneherein auf professioneller Grundlage stehen. Mein Seminarprogramm besteht aus Einführungen zur Information und zur Orientierung, es gibt Existenzgründerseminare, es gibt Führungskräfte-Coaching, Seminare für Buchführung und Steuern und schließlich auch die Vorbereitung auf den Zertifikatslehrgang bei der Industrie- und Handelskammer.

Ich mache vertraut mit verschiedenen Formen des Direktvertriebs und vermittele das notwendige Wissen
über die rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, so dass Existenzgründer gewappnet sind für ihre Entscheidung, ob sie Ihre wirtschaftliche Zukunft und Ihren beruflichen Erfolg in einer facettenreichen Branche mit erheblichen Erfolgsperspektiven für sich erkennen und realisieren wollen. Übrigens, das erste Orientierungsgespräch ist immer kostenlos.

Es gibt bei mir wenig Theorie, sondern erprobtes Wissen, weil ich aus eigener Networkpraxis spreche. Unsere Module sind gerichtet sowohl an den Existenzgründer, der sich orientieren und herausfinden möchte, ob der Direktvertrieb für ihn die geeignete Haupt- oder Zweit-Berufswahl darstellen kann, als auch für Einsteiger, die ihren Start im Geschäft optimieren wollen, und schließlich für Fortgeschrittene, die die Entwicklung ihres Geschäftes beschleunigen wollen. Unsere Module sind beliebig kombinierbar und flexibel an den jeweiligen Interessentenkreis anpassungsfähig und werden jeweils entsprechend dem Qualifikations- und Anforderungsprofil der Teilnehmer zusammengestellt.


NEBENJOB-ZENTRALE:
Herr Dr. Spangenberg, wir danken Ihnen herzlich, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen genommen haben.